Ossowski Blog

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Gendarmstien I 2012

Endlich zeigte sich mal die Sonne für mehr als einen Tag am winterlichen Wochenende und es war keine IVV-Wanderung in der Nähe. Wir planten daher unsere Gendarmstien-Tour weiterzuführen. An der Tagesordnung stand Sönderhav bis Sandager mit 6,5km. Wir starteten direkt beim Parkplatz Annies Kiosk (welcher mittlerweile ja mehr als Kultstatus hat). Es war noch vormittag und wir bekamen sogar noch einen Platz direkt am Wasser. Von hier geht es praktisch immer direkt am Wasser bzw. an der Steilküste entlang. Manchmal durch Felder, manchmal an einigen Häusern vorbei. Etwa in der Mitte findet sich ein Toilettenhäuschen. Ansonsten ist es wirklich bisher das Paradestück des Weges. Und genau das merkt man auch an der Mitwanderanzahl. Bisher hatten wir auf den anderen Teilstücken maximal zehn Personen pro Tour angetroffen, hier kamen einem ständig Wanderer entgegen. Dennoch ist es wirklich ein sehr sehr empfehlenswertes Stück Gendarmstien. Für Touristen wäre es wohl auch sehr interessant nach dem Rückweg bei Annies Kiosk noch einen Hot Dog zuessen. Der Kiosk ist in Norddeutschland und Dänemark berühmt und soll angeblich einen der besten Hotdogs “servieren”. Am besten ausprobieren!

Wir drehten bei Sandager um (nachdem wir das untere Bild aufgenommen haben) und gingen den Weg wieder zurück. Letztendlich waren es 13km bei allerbestem winterlichem Winterwetter.

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Der ewige Streit um die Kinderbetreuung

Gestern abend gab es bei Plasberg einmal mehr eine sinnlose Diskussionsrunde zum Abschalten. Es wurden Studien rauf und runter gebeten sowie subjektive Eindrücke und eigene Erlebnisse und Erfahrungen projeziert und verteidigt. Fazit: Kein Fazit. Ausschalten – selber denken!

Seit vielen vielen Jahren lässt sich über die “richtige” Art und Weise der Erziehung bereits vortrefflich streiten. Gehört das Kind an den Rockzipfel der Mutter (und des Vaters?), lieber frühe Sozialkompetenz durch Kita-Besuch fördern. Es gibt unzählige Studien zu diesem Thema. Wie so oft sind die Ergebnisse dieser Studien ebenso vielfältig wie die Meinungen der Diskussionsteilnehmer bei Plasberg.

Warum war und ist die Debatte so ziellos? Zum einen meint jeder seinen subjektiven Standpunkt verteidigen zu müssen und da nunmal jeder erzogen wurde, ist das eigene Selbstbild entweder das Nonplusultra der Erziehung oder das genaue Gegenteil, nämlich ein Negativbeispiel. Der Diskurs kämpft also mit einer Vielzahl von Laienmainungen. Wie so oft ist aber das Hauptproblem, dass ich für jede Laienmeinung bei der Vielzahl von Studien auch immer eine Expertenmeinung finde, die meinen Standpunkt stützt. So weit, so normal.

Grundsätzlich muss die Debatte in mindestens zwei Themenbereiche getrennt werden: 1. Den politischen Ansatz und 2. den persönlichen Anspruch und Gegebenheiten.

Zum politischen Ansatz ist folgendes zu sagen: In Deutschland war lange Jahre die Erziehung durch die Mutter (und später dann auch durch den Vater) das einzig Wahre. Mit der zunehmenden Berufstätigkeit von Müttern und der Verfachlichung des Themas Erziehung durch Pädagogen und Sozialwissenschaftler wurden frühkindliche Bildung in den letzten Jahrzehnten immer populärer. Doch was ist die politische Vision der kindlichen Erziehung? Hier fehlt es an einem langfristigen und einheitlichen Konzept. Bildung ist in Deutschland leider immer noch Ländersache. Ein Umstand, dessen Sinnhaftigkeit kein Normalsterblicher nachvollziehen kann. Gerade in der Frühkindlichen Bildung sollte ein bundeseinheitliches Konzept mit einer langfristigen Vision erarbeitet werden. Ein Beispiel aus der Praxis zum Kopfschütteln: In Hamburg hätten meine Frau und ich ziemliche Probleme bekommen einen Kita-Platz für unseren Sohn zu erhalten. Zudem hätten wir mehrere hundert Euro im Monat dafür bezahlen müssen. In Flensburg ist unser Sohn nun bei einer Tagesmutter mit nur vier weiteren Kindern, wird optimal betreut, die Gemeinde bezuschusst diese Betreuung, so dass wir 1,14€ pro Betreuungsstunde bezahlen. Monatlich sind das etwa 70€. Wie kann es zu solch eklatanten Unterschieden kommen? Noch verwunderlicher wird das Beispiel, wenn wir uns die Struktur der Familien und des Arbeitsmarktes angucken. In Hamburg, mit nahezu Vollbeschäftigung (ohne friktionelle und saisonale Arbeitslosigkeit) ist die Nachfrage nach Plätzen natürlich groß. Aber darf diese Nachfrage den Preis für die Erziehung unserer Kinder bestimmen? In der eher strukturschwachen Flensburger Gegend hingegen ist die Kinderbetreuung sehr erschwinglich und die Gemeinde fördert dies sogar, obwohl es arbeitsmarkttechnisch keinen Sinn macht, da es wenig freie Stellen gibt. Diese kommunalen und strukturellen Unterschiede mussen mittelfristig durch eine länderübergreifende Reform ausgeglichen werden. Es geht nur mit einer bundeseinheitlichen Vision.

Zum persönlichen Anspruch und Gegebenheiten: Gerade die Diskussion bei Plasberg hat gezeigt, dass kaum jemand in dieser Debatte versucht objektiv zu beurteilen. Warum das so ist, wurde oben bereits angerissen. Die Frage ist doch aber nicht allgemeingültig zu beantworten, denn jedes Kind ist anders! Verallgemeinert zu sagen, dass eine frühe Kita-Erziehung die soziale Kompetenz steigert mag in der Masse vielleicht stimmen. Was ist aber, wenn das Kind in der Gruppe nicht integriert wird und sich bereits früh als Außenseiter in der Gesellschaft wiederfindet? Muss eine Mutter dann “zum Wohle des Kindes” den kleinen Menschen heulend und strampelt vor Wut in die Kita geben? Nein, das muss sie natürlich nicht, denn in der Erziehung muss das gleiche gelten, wie bei den Eigenarten des Menschen – Jeder nach seiner Faßon! Eltern sind dafür verantwortlich (und vorerst nur die Eltern, nicht die Lehrer, nicht die Pädagogen…) ein Gleichgewicht für jedes einzelne Kind zwischen fördern und fordern zu finden. Das ist im Einzelfall schon schwer – in der Masse wird es dann komplex. Denn wie soll der Staat ein bundesweites Konzept erstellen, wenn es millionenfach anders geartete Wünsche und Erfordernisse gibt. Genau diese Problematik entspricht der Diskussion um die Dreigliedrigkeit des Schulsystems und ist ebenso von ideologischen und subjektiven Meinungen geprägt.

Abschließend muss der so häufig gebrauchte Spruch “Fördern und Fordern” auch für uns alle gelten. Der Staat muss uns, die Erziehenden und die zu erziehenden Kinder mit einer einheitlichen und umfassenden Erziehungspolitik fördern. Gleichzeitig müssen Eltern ihrer Verantwortung nachkommen und diese auch übernehmen.

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Winter wirds!

http://youtu.be/kh29_SERH0Y

 

 

 

 

 

 

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Füsinger Au und Wandern in Leck

Am Freitag Abend haben wir kurzfristig Besuch von Tüddel bekommen. Ihre Anreise verzögerte sich etwas, weil an der Tanke unbedingt noch Öl gekauft werden musste. Beim Einfüllversuch dampfte ihr aber alles entgegen, da hat sie es gelassen. Gott sei Dank! Es war das Kühlwasser :)

Samstag Vormittag waren mein Neffe und ich mit dem Boot nur kurz auf der Schlei, da wir dort unser Boot eingesetzt hatten. Da Lasse noch nie vorher in einem Kanu gesessen hatte und die Schlei doch recht doch einigermaßen aufgewühlt war mit gemeinen Wellenfrequenzen, fuhren wir in die Füsinger Au ein. Dort merkte man aufgrund der massiven Regenfälle in den letzten Wochen eine ordentliche Strömung. Lasse macht seine Sache als Schlagmann aber gut und wir kamen gut voran. Zurück ging es dann natürlich dreimal so schnell.

Sonntag war IVV-Wandern in Leck. Der Lecker Wanderverein hat ein wunderbares Dünen-Wald-Heide-Gebiet direkt vor der Haustür. Immer empfehlenswert. Mein Vater, Jacob und ich waren die 11km-Strecke wandern. Das Wetter spielte mit. Die Runde war jedoch identisch mit der vom Frühjahr, als Sönke und ich in Leck wandern waren. Trotzdem war es dank gutem Wetter eine sehr schöne Runde.

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Sonntägliche Schleitour

Aufgrund des guten Wetters, welches im September in Flensburg wirklich nicht Standard ist, entschieden Sönke und ich uns statt der üblichen Sonntagswanderung zu einer Schleitour mit unserem „Heinz“. Wir hatten das Kanu von einem anderen sehr guten Freund übernommen. Das Boot wurde daraufhin geschliffen, neu lackiert, mit Glasfasermatten ausgebessert – sprich: auf Vordermann gebracht. Letztendlich prunkt der Name Heinz und unser Familienwappen auf ihm. Eigentlich wollten wir Heinz schon viel früher gebrauchen, aber der verregnete Sommer ließ es bisher nicht zu.

Wir trafen uns gegen 8:30Uhr und verstauten das Kanu auf dem Dach. Da es unsere erste Erfahrung mit einem Kanutransport auf meinem Ford war, waren wir doch etwas skeptisch, wie und ob unsere Zurrgurte halten würden. Schließlich sind wir beide Akademiker und die haben es ja nicht immer so mit dem handwerklichen Geschick. Wir versuchten es eher mit elemantarer Physik. Wenn wir bremsen, wird das Boot durch den Zurrgurt gehalten, nach hinten durch diesen Zurrgurt, seitlich halten beide und vorne haben wir es abgebunden mit einem Führungsseil. Wir starteten die Motoren mit leicht mulmigem Gefühl, fuhren über die Bundesstraße auf die Autobahn und setzten uns hinter einen LKW. So zockelten wir bis Schleswig Schuby gemütlich und ohne Probleme dahin. Von der Autobahn abgefahren, waren es nur noch wenige Minuten bis zu unserer Einsatzstelle. Alle Gurte saßen. Das hatte schon mal geklappt.

Die Schlei lag vor uns wie ein Teich. Man darf mitnichten davon ausgehen, dass „die Schlei“ ein Fluss ist, auch wenn die Bezeichnung dies suggeriert. Es handelt sich um einen Meeresarm, hier oben sagt man Förde oder Fjord. Dies bringt auch mit sich, dass die Schlei manchmal wie ein ruhiger Fluss ist, bei stärkerem Wind aber durchaus sehr schwer zu befahren ist mit einem Kanadier.

Wir zogen uns um und machten das Boot klar. Zuletzt taufen wir Heinz mit einem Schluck Flens, fuhren einige Meter aufs Wasser und tranken gemütlich in Sichtweite des Naturschutzgebietes unser Bier aus. Von hier aus fuhren wir zunächst auf das Fahrwasser zu. Auf halbem Wege retteten wir einer kleinen Segeljacht, respektive einem sehr jungen Mann von vielleicht vier Jahren, seine Luftmatratze, die flöten gegangen war und vom Boot abtrieb. Nördlich von Stexwig überquerten wir das Fahrwasser bei bestem Sonnenschein und gutem Wind für die Segler. Mittlerweile hatten sich auch aufgrund des Windes einige Wellen gebildet. Was aber nicht weiter störte. Außerdem fuhren wir nun praktisch im Windschatten. Wir paddelten am kleinen Segelhafen vorbei unter der B76 hindurch ins Haddebyer Noor. Hier herrschte eine ordentliche Strömung ins Noor, was uns aufgrund der Windrichtung überraschte. Hier landeten wir kurz hinter der Brücke linksseitig an und aßen Brote, tranken das zweite Flens und sahen einem älteren Herren beim Baden zu. Nach einem kleinen Wortwechsel hatten wir erfahren, dass das Wasser wohl maximal 18 Grad habe. Wir planten schließlich nach Ankunft beim Auto auch noch kurz ins kühle Nass zu springen. Schließlich führen wir zurück auf die Schlei und überquerten mit einigem Aufwand das Fahrwasser. Der Wind hatte mittlerweile ordentlich aufgefrischt, leichter Nieselregen und die vielen Segelboote im Fahrwasser machten die Überquerung etwas anstrengender. Einmal auf der anderen Seite erblickten wir endlich auch die AP Møller skolen, die wir bis dahin mit den Augen gesucht hatten. Dabei handelt es sich um eine der beiden dänischen Gymnasien in Deutschland. Wir paddelten mit ordentlichem Zug zurück zur Anlegestelle, verstauten das Boot auf dem Dach und gingen noch schnell baden. Es war wirklich sehr kühl und das Vergnügen war kurz, aber herrlich. Letztendlich war es erst kurz nach 13 Uhr als wir wieder gen Heimat fuhren. Ein wunderbarer Vormittagsausflug!

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Gendarmstien 2011 – Teilstück I: Padborg bis Krusau

Direkt hinter der deutsch-dänischen Grenze befindet sich der malerische Gendarmsti, der früher den Gendarmen von Padborg bis hinter Sønderborg nach Alsen führte. Grund war die Überwachung des Bootsverkehrs auf der Förde, sowie der Überlandschmuggler. Der Weg führt fast ausnahmslos direkt an der Flensburger Förde entlang. Als Ausnahme ist das erste Teilstück Padborg bis Krusau zu nennen, welches durch die hügeligen Auenwälder des Haraldstals bei Niehus und Bov geht.

Mein Vater und ich hatten im Frühjahr die Idee diesen Weg einmal ganz abzuwandern. Da ich so oder so jedes Wochenende mit Sohnemann wandern gehe, haben wir diesen gleich mit eingeplant. Ein guter Freund wollte ebenso dabei sein, wenn es die Zeit zulassen würde.

In Dänemark wurde auch ein sehr guter Führer zum Gendarmstien herausgegeben, der sehr viel geschichtliches Wissen mit netten Anektdoten verbindet. Leider ist dieser – soweit ich informiert bin aber nicht mehr erhältlich.

Am 3. September starteten Jacob, mein Vater und ich das erste Teilstück. Das Wetter war nach wochenlangen Regenkapriolen sehr schön. Wir parkten den Wagen am Ausgangspunkt in Padborg, besichtigten den imposanten alten Zollhof, der die übliche dänische Architektur mit farbenfrohen, gekalkten Wänden zeigt. Heute befinden sich hier Wohnungen. Der Weg geht dann vorbei an der Königsquelle durch das Haraldstal, mit Blick auf den Niehuser See zum krummen Weg. Hier wurde früher Zoll erhoben, da der Weg an der Burg Niehus vorbeiführte. Wir liefen auch prompt verkehrt und kamen wieder am Haraldstal heraus. Dieser Umstand war aber weniger der Beschilderung geschuldet, sondern unserer angeregten Konversation.

Schließlich – zurück auf dem Gendarmstien – verläuft der Weg parallel zur Grenze durch Felder und Wiesen, bevor er sich in die Auenwälder zwischen dem Niehuser See und dem Mühlensee schlängelt. Hier war der Boden durch den wochenlangen Regen sehr aufgeweicht und ich musste meine Schuhe an einem Punkt ausziehen, um durch das Wasser zu waten. Schließlich gelangten wir zum deutsch-dänischen Grenzübergang Krusau, wo wir HotDogs aßen und unser Flüssigkeitsdefizit aufluden. Danach gingen wir denselben Weg wieder zurück.

Auf diesem ersten kurzen Teilstück ist die Landschaft fast schon unglaublich abwechslungsreich. Man startet praktisch auf der platten Geest, durchquert das sehr hügelige Haraldstal mit seinen Buchenwäldern. Danach kommt wieder ein sehr hügeliges Teilstück durch Wiesen und Felder mit Teilweise sehr guten Aussichtsmöglichkeiten, bevor man in die niedrigen Auenwälder „absteigt“. Die Hügel sind allesamt nicht hoch, aber die Masse macht´s am Ende auch. Letztendlich war es bei bestem Wetter eine Wunderbare Vormittagstour.

Wer Urlaub in dieser Region macht, dem sei dieses Teilstück wärmstens empfohlen. Streckenlänge ist einfach ca. 6km.

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Geburtstagswochenendenstress

Ich habe es gar nicht gern, wenn Menschen viel stöhnen und immer von Streß reden. Alles so schwer, so schlimm und haben dabei einen Single Malt im Glas und die Füße hochgelegt. Aber alles in allem trinkt und sitzt man im Jammertal. Wir waren über das Wochenende in Flensburg um meine Eltern zu besuchen, denn mein Vater hatte am 15. und meine Mutter heute am 17. Geburtstag. Eigentlich ist das sehr praktisch, da man nach einem Wochenende damit durch ist. Bei Jana ist es ja ähnlich, da ballen sich auch die Familiengeburtstage Ende Mai.

Wir fuhren also am Samstag morgen gen Flensburg. Leider war gerade Ferienbeginn in einigen Bundesländern, so dass die Autobahn dermaßen voll war, dass wir zweimal die A7 verlassen haben. Um dann durch die Pampa zu gurken und gefühlte 5km weiter (Autobahnentfernung) aber 35km Landstrasse weiter wieder auf die Autobahn zu fahren, nur um dann dort wieder im Stau zu stehen. Tendenz fallend. Wenigstens war das Wetter gut und Jacob hat geschlafen. Wir kamen dennoch halbwegs entspannt an und genossen den Tag im Kreise der Familie, fuhren jedoch abends wieder zurück. Heute jedoch sind wir ein wenig wie gerädert. Daher gibt es wenig Bewegung, viel Rotwein und gerade höre ich alleine Sherlock Holmes. Gerade die letzten beiden Dinge helfen eigentlich in allen Lebenslagen.

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We are family!

Gefühlte Jahrzehnte später, reale sechs Monate später kommt hier wieder Leben in die Bude. Woran lags? Keine Ahnung! Nach dem Türkeiurlaub wurde es irgendwie ernster mit der Schwangerschaft und das lustige Leben war vorbei. Ganz so war es nicht, dennoch war ich anscheinend unkreativ. Mittlerweile ist unser Jacob am 8. August geboren und wohlauf. Mutter und Kind liegen gerade neben mir im Bett, der Kleine jault und Mor sagt “Es nervt, dass man hier nichts mehr für sich machen kann. Alles muss sich nach seinem Abendprogramm (welches zumeist aus Jaulen, Bespaßt werden, Jaulen, Maulen, Bespaßt werden und Brüllen besteht) richten.

Von daher gehe ich jetzt eine kleine Runde mit ihm im Wohnzimmer spazieren. Wir hören dabei sehr gern Sherlock Holmes Hörbücher.

Jetzt wirds hier lebendiger – versprochen!

Post scriptum: Doch kein Sherlock. Mor sagt:”Er muss es lernen!”. Nun denn, jetzt schnauft sich der Wurm in den Schlaf. Gute Nacht, Welt!

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Türkei

Aloha!

Wir waren gerade zu dritt in der Türkei – leider etwas länger als erwartet. Dank Vulkan und einer völlig Überforderten Agentur und Reisegesellschaft. Mein Tip: Fliegt nie mit Skyairlines und bucht keine Reisen bei LMX! Aber mal von vorn: Im Dezember, als wir zum ersten Mal (genauer gesagt auch ich geglaubt habe, dass wir ein Baby bekommen) sicher wussten, dass wir ein Baby bekommen, waren wir ja in London zu einem Weihnachtsshoppingtrip. Da gab es einen Tag vor unserem Rückflug ein übles Schneechaos und einige Flughäfen wurden gesperrt. Gottseidank kamen wir da zwar mit einiger Verspätung aber trotzdem wohlbehalten wieder nachhause. In der Türkei lief das etwas anders. Wir mussten drei Tage extra aushalten und dann noch einen anderen Rückflug nehmen als geplant. Sprich, die drei Extratage haben etwa genausoviel gekostet wie der Rest des Urlaubes. Im Moment sind wir aber erstmal glücklich wieder in Deutschland zu sein.

In der Türkei hatten wir eigentlich kaum Probleme! Meine Mutter hatte gewarnt, dass man doch in den südlichen Ländern leicht Magenprobleme bekommen könnte. Der obligatorische Schnaps nach dem Genuss von Salat in solchen Ländern kam für Jana ja nicht in Frage. Aber lief alles glatt. Einziger Aufreger, neben des blöden Ramsauers und dem Vulkan, war eine Folge von tierisches Wohnzimmer auf VOX, in dem ein kleiner Hund nach seiner Mutter geschrieen hat, aber er durfte noch nicht hin, weil er ein Frühchen war. Sowas nimmt eine werdende Mutter natürlich mit – ohne Frage. Ergebnis der Sendung ein übler Lach-Heul-Anfall.

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Weinen bei Frauentausch

Ohja, das geht… Wieso weiss ich nicht, aber klar ist, dass es ja eine sehr sehr traurige Sendung ist. Jedenfalls kam ich neulich in das Schlafzimmer, ich gucke gerade Werder-Valencia im Wohnzimmer, und da sitzt meine schwangere Frau und weint. Und weswegen? Frauentausch. Der arme Mann lässt sich von seinem Fascho-General-Sohn herumkomandieren. Skandal. Traurig. Zum heulen. So ist es. Schwangere Frauen sind anstrengend. Streiche “Schwangere” vor Frauen und setze “… und Schwangere noch viel mehr” nach “anstregend”. Dann stimmt es.

Aber wir machen es ja gern durch für den kleinen Wurm, der das Gefühlschaos verursacht – diesen Satz bitte mantraartig vor sich herbeten. Das hilft nicht, aber es macht es erträglicher.

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