Türkei

2010
04.25

Aloha!

Wir waren gerade zu dritt in der Türkei - leider etwas länger als erwartet. Dank Vulkan und einer völlig überforderten Agentur und Reisegesellschaft. Mein Tip: Fliegt nie mit Skyairlines und bucht keine Reisen bei LMX! Aber mal von vorn: Im Dezember, als wir zum ersten Mal (genauer gesagt auch ich geglaubt habe, dass wir ein Baby bekommen) sicher wussten, dass wir ein Baby bekommen, waren wir ja in London zu einem Weihnachtsshoppingtrip. Da gab es einen Tag vor unserem Rückflug ein übles Schneechaos und einige Flughäfen wurden gesperrt. Gottseidank kamen wir da zwar mit einiger Verspätung aber trotzdem wohlbehalten wieder nachhause. In der Türkei lief das etwas anders. Wir mussten drei Tage extra aushalten und dann noch einen anderen Rückflug nehmen als geplant. Sprich, die drei Extratage haben etwa genausoviel gekostet wie der Rest des Urlaubes. Im Moment sind wir aber erstmal glücklich wieder in Deutschland zu sein.

In der Türkei hatten wir eigentlich kaum Probleme! Meine Mutter hatte gewarnt, dass man doch in den südlichen Ländern leicht Magenprobleme bekommen könnte. Der obligatorische Schnaps nach dem Genuß von Salat in solchen Ländern kam für Jana ja nicht in Frage. Aber lief alles glatt. Einziger Aufreger, neben des blöden Ramsauers und dem Vulkan, war eine Folge von tierisches Wohnzimmer auf VOX, in dem ein kleiner Hund nach seiner Mutter geschrieen hat, aber er durfte noch nicht hin, weil er ein Frühchen war. Sowas nimmt eine werdende Mutter natürlich mit - ohne Frage. Ergebnis der Sendung ein übler Lach-Heul-Anfall.

Weinen bei Frauentausch

2010
03.11

Ohja, das geht… Wieso weiss ich nicht, aber klar ist, dass es ja eine sehr sehr traurige Sendung ist. Jedenfalls kam ich neulich in das Schlafzimmer, ich gucke gerade Werder-Valencia im Wohnzimmer, und da sitzt meine schwangere Frau und weint. Und weswegen? Frauentausch. Der arme Mann lässt sich von seinem Fascho-General-Sohn herumkomandieren. Skandal. Traurig. Zum heulen. So ist es. Schwangere Frauen sind anstrengend. Streiche “Schwangere” vor Frauen und setze “… und Schwangere noch viel mehr” nach “anstregend”. Dann stimmt es.

Aber wir machen es ja gern durch für den kleinen Wurm, der das Gefühlschaos verursacht - diesen Satz bitte mantraartig vor sich herbeten. Das hilft nicht, aber es macht es erträglicher.

Skeletor

2010
02.27

Praktisch, wenn die eigene Frau Hebamme ist und viele Ärzte kennt und dazu noch im Krankenhaus arbeitet. Heute hatten wir einen “ungeplanten”, weil einfach zur Freude aller, Ultraschalltermin. Das Baby ist rasant gewachsen und ein richtiger Mops. Vom Kopfumfang, Bauchumfang und Oberschenkelknochen ist das Baby schon weiter als es eigentlich sein sollte. Zudem hat sich herausgestellt, dass es eher eine Stupsnase hat. Nach dem ersten Ultraschall meinten doch einige Komiker, denen ich das Bild gezeigt hatte, dass es meine Nase hätte (sie war lang und adlerschnabelförmig). Meine Erläuterungen, dass es sich wohl um einen Handschatten handelte, haben alle ignoriert. Ha… jetzt habe ich den Beweis. Und selbst wenn, meine Nase ist auch passabel.

Bei den Bildern, die geschossen wurden, haben wir eins erwischt, auf dem das Kind uns respektive das Ultraschallgerät direkt anstarrt und da Weichteile wie Augen natürlich kaum Schall reflektieren sieht man eher die Schädelknochen. Ein Skeletbaby starrt uns an. Wow… ich werde nächtelang nicht schlafen können. Und erst recht nicht, wenn ich mir überlege so sähe das Kind aus und steht in einer mondlosen Nacht an meinem Bett und kann nicht schlafen. Deswegen sind also alle jungen Eltern so ringlastig um die Augen. Von der Seite sieht es aber niedlich aus, Arme, Beine dran. So kanns weitergehen!

Herzton-Sucht

2010
02.12

Da meine Frau Hebamme ist, hat sie neuerings eine eher unbegreifliche Sucht gepackt. Sie ist übereifrig bei der Arbeit. Und zwar an sich selbst. Als Arbeitsmaterialie hat sie ein Herztonlautsprecher-Dingens, mit dem man die Herztöne des Babys messen und hörbar machen kann. Das Gerät funktioniert per Ultraschall. Neuerdings benutzt sie es allerdings dauert auf ihrem eigenen Bauch um zu testen, ob das Baby noch immer in ihrem Bauch ist und lebt. Um es vorweg zu nehmen: Zu beidem gottseidank ein Ja!

Ich saß diese Woche abends bei einem Bier und dem DFB-Pokalspiel Werder Bremen gegen Hoffenheim vor dem Fernseher, als ich ein verräterisches Rauschen hörte. Meine Frau lag derweil bereits im Bett und guckte eine TV-Serie. Soweit war ich jedenfalls informiert. Fakt war jedoch, dass ich meine Frau mit dem Ultraschallgerät einfach schon wieder die Babyherztöne hören wollte. Es geht nun fast täglich so, dass sie (und ja… auch ich!) die Herztöne des kleinen Menschen versuchen einzufangen. Fraglich ist noch, wie laut und in welcher Art und Weise der Fötus diese Ultraschalluntersuchungen mitbekommt. Vielleicht ist er ja dann mit 35 taub wie Mozart und wir sind schuld. Das sehen wir dann ja später.

Paddelfööt die zweite

2010
02.10

Am 26. Januar waren wir das erste mal beim Ultraschall, nachdem wir auch schon selber mit einem kleinen Ultraschallgerät versucht hatten, die Herztöne des Kindes zu hören. Klappte leider nicht. Dafür war es umso schöner unser Kind das erste Mal bildlich zu sehen. Es hat (wie ich es im Vorfeld prophezeit hatte) uns aber sehr fröhlich zugewunken. Man konnte Finger und Gesicht erkennen. Jetzt war man sich das erste Mal wirklich sicher, dass da bald längerer “Besuch” kommt.

Trotzdem muss man sagen, dass Besuche bei den Frauenärzten als Mann vollkommen sinnlos sind. So logisch, wie dieser Satz klingt, so erbärmlich ist er, wenn man frohlockend zu einem Ultraschalltermin geht um sein Kind zu sehen. Die Ärztin ignorierte mich zunächst, fachsimpelte mit meiner Frau und meinte dann “Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob Sie tatsächlich schwanger sind!”. Wie frech kann man eigentlich sein? Wir waren zum einen zu verblüfft so eine Unverschämtheit zu erwidern und zum anderen wollten wir ja unbedingt unser Kind mit einem schlagenen Herzchen sehen. Vermutlich wäre die Dame eher nicht bereit gewesen einen Ultraschall vorzunehmen, wenn wir sie arg beschimpft hätten. Somit schluckten wir einmal und das wars.

Lohn der Unterdrückten: Ein wunderschönes erstes Bild von unserem Baby!

Paddelfööt - die ersten drei Monate - Teil I

2010
01.31

Endlich war es soweit, wir konnten unseren Eltern am vergangenen Wochenende von unserer Schwangerschaft erzählen.

Angefangen hatte es nämlich so:

Ende November 2009 kam es zu mehr oder minder dazu, dass eine Eizelle befruchtet wurde und dies war meiner Frau bereits nach wenigen Tagen klar. Ich ignorierte jedoch weitestgehend ihre (sollte ich warnende Worte schreiben?) Prophezeiung, dass sie schwanger sei. Abwarten und Tee trinken - das war mein Motto. Schliesslich war es noch gut und gern ein paar Tage hin. Meine Frau ist jedoch Hebamme und selbst wenn sie es nicht wäre, Frauen scheinen einen verblüffenden Schwangerschafts-Erkennungs-Modus im Leib zu haben. Sie erzählte es bereits einer ihrer besten Freundinnen und die beiden freuten sich gemeinsam. Ich blieb stur bei meiner abwartenden Haltung. Es ist doch so: Die Schwangerschaft hat 9 Monate - und der Bauch ist rund. Es bleibt also genug Zeit sich zu freuen.

Kurz vor Weihnachten war noch ein Shoppingtrip nach London geplant. Meine Frau und ich lieben London und da wir schon lange nicht mehr dort waren, wurde es höchste Zeit. Wir verbrachten einige schöne Tage dort und außerdem machten wir noch einen zweiten Schwangerschaftstest. Den ersten hatte ich bereits als “falsch” dargestellt. Immerhin steht selbst auf der Verpackung, dass es keine 100% Sicherheit des Ergebnisses gibt.  Beim Zweiten gab es jedoch keinen Zweifel mehr. Wir bekommen ein Baby. Das ganze Nicht-wahr-haben-wollen ist jedoch nicht Ausdruck davon, dass ich mir kein Kind wünsche, im Gegenteil! Es ist eigentlich eher so, dass ich es nicht wahrhaben konnte, wie gut und schnell das Alles geklappt hatte.

Jetzt waren wir uns beide sicher und freuten uns bei ausgedehnten Spaziergängen durch das eiskalte London über den bevorstehenden Zuwachs.

Wozu dieser Blog?

2010
01.31

Ich werde Papa!

Das ist natürlich klasse - bringt aber dennoch merkwürdige Begebenheiten mit sich. Und genau darum soll es hier in diesem Blog gehen. Eigentlich soll der Blog bis zur Geburt etwa zweimal wöchentlich gefüttert werden. Es gibt aber schon massenhaft Bücher, in denen Väter “ihre” Schwangerschaft beschreiben. Also möchte ich auch etwa das gesamte erste Lebensjahres unseres Kindes hier etwas beleuchten. Es wird keine wissenschaftlichen Abhandlungen oder Baby-Bashing (ein tolles Wort!) geben, sondern soll mehr die aktuelle Gemütslage eines End-Zwanzigers zwischen Nicht-Erwachsen-werden-wollen, Vater-werden, Karriere, Frau usw beschreiben. Geplant ist es, dass dies mit einer augenzwinkernden Note geschieht - aber man weiss ja nie.

Soweit so gut!