Archive for Februar, 2010

Skeletor


2010
02.27

Praktisch, wenn die eigene Frau Hebamme ist und viele Ärzte kennt und dazu noch im Krankenhaus arbeitet. Heute hatten wir einen “ungeplanten”, weil einfach zur Freude aller, Ultraschalltermin. Das Baby ist rasant gewachsen und ein richtiger Mops. Vom Kopfumfang, Bauchumfang und Oberschenkelknochen ist das Baby schon weiter als es eigentlich sein sollte. Zudem hat sich herausgestellt, dass es eher eine Stupsnase hat. Nach dem ersten Ultraschall meinten doch einige Komiker, denen ich das Bild gezeigt hatte, dass es meine Nase hätte (sie war lang und adlerschnabelförmig). Meine Erläuterungen, dass es sich wohl um einen Handschatten handelte, haben alle ignoriert. Ha… jetzt habe ich den Beweis. Und selbst wenn, meine Nase ist auch passabel.

Bei den Bildern, die geschossen wurden, haben wir eins erwischt, auf dem das Kind uns respektive das Ultraschallgerät direkt anstarrt und da Weichteile wie Augen natürlich kaum Schall reflektieren sieht man eher die Schädelknochen. Ein Skeletbaby starrt uns an. Wow… ich werde nächtelang nicht schlafen können. Und erst recht nicht, wenn ich mir überlege so sähe das Kind aus und steht in einer mondlosen Nacht an meinem Bett und kann nicht schlafen. Deswegen sind also alle jungen Eltern so ringlastig um die Augen. Von der Seite sieht es aber niedlich aus, Arme, Beine dran. So kanns weitergehen!

Herzton-Sucht


2010
02.12

Da meine Frau Hebamme ist, hat sie neuerings eine eher unbegreifliche Sucht gepackt. Sie ist übereifrig bei der Arbeit. Und zwar an sich selbst. Als Arbeitsmaterialie hat sie ein Herztonlautsprecher-Dingens, mit dem man die Herztöne des Babys messen und hörbar machen kann. Das Gerät funktioniert per Ultraschall. Neuerdings benutzt sie es allerdings dauert auf ihrem eigenen Bauch um zu testen, ob das Baby noch immer in ihrem Bauch ist und lebt. Um es vorweg zu nehmen: Zu beidem gottseidank ein Ja!

Ich saß diese Woche abends bei einem Bier und dem DFB-Pokalspiel Werder Bremen gegen Hoffenheim vor dem Fernseher, als ich ein verräterisches Rauschen hörte. Meine Frau lag derweil bereits im Bett und guckte eine TV-Serie. Soweit war ich jedenfalls informiert. Fakt war jedoch, dass ich meine Frau mit dem Ultraschallgerät einfach schon wieder die Babyherztöne hören wollte. Es geht nun fast täglich so, dass sie (und ja… auch ich!) die Herztöne des kleinen Menschen versuchen einzufangen. Fraglich ist noch, wie laut und in welcher Art und Weise der Fötus diese Ultraschalluntersuchungen mitbekommt. Vielleicht ist er ja dann mit 35 taub wie Mozart und wir sind schuld. Das sehen wir dann ja später.

Paddelfööt die zweite


2010
02.10

Am 26. Januar waren wir das erste mal beim Ultraschall, nachdem wir auch schon selber mit einem kleinen Ultraschallgerät versucht hatten, die Herztöne des Kindes zu hören. Klappte leider nicht. Dafür war es umso schöner unser Kind das erste Mal bildlich zu sehen. Es hat (wie ich es im Vorfeld prophezeit hatte) uns aber sehr fröhlich zugewunken. Man konnte Finger und Gesicht erkennen. Jetzt war man sich das erste Mal wirklich sicher, dass da bald längerer “Besuch” kommt.

Trotzdem muss man sagen, dass Besuche bei den Frauenärzten als Mann vollkommen sinnlos sind. So logisch, wie dieser Satz klingt, so erbärmlich ist er, wenn man frohlockend zu einem Ultraschalltermin geht um sein Kind zu sehen. Die Ärztin ignorierte mich zunächst, fachsimpelte mit meiner Frau und meinte dann “Na, dann wollen wir doch mal sehen, ob Sie tatsächlich schwanger sind!”. Wie frech kann man eigentlich sein? Wir waren zum einen zu verblüfft so eine Unverschämtheit zu erwidern und zum anderen wollten wir ja unbedingt unser Kind mit einem schlagenen Herzchen sehen. Vermutlich wäre die Dame eher nicht bereit gewesen einen Ultraschall vorzunehmen, wenn wir sie arg beschimpft hätten. Somit schluckten wir einmal und das wars.

Lohn der Unterdrückten: Ein wunderschönes erstes Bild von unserem Baby!